Die Zeit der fallenden Masken

„Im Alter tritt bei den Menschen der wahre Charakter mehr und mehr hervor.“ Diesen Satz überprüfe ich seit einigen Jahren, seit ich ihn zum ersten Mal gehört habe, durch intensives Beobachten, auf seinen Wahrheitsgehalt. Liegt es nun am Alter? Ich bin mir nicht sicher, vielleicht lässt es sich im Alter nicht mehr verleugnen, wie jemand mit anderen Menschen umgeht. Meine beiden Großmütter sind ziemlich alt geworden und ich kann mich nicht erinnern, dass sie sich jemals anders entwickelt haben. Also ich kann diese These nicht so ganz unterschreiben. Ich denke eher, dass man seinen wahren Charakter dann möglicherweise noch weniger unterdrücken kann.

In letzter Zeit beginnen sich jedoch für mich mehr und mehr Dinge zu offenbaren, die ich so nie gesehen habe. Die Wahrheit tritt hervor, die Maskerade lässt sich nicht mehr aufrecht erhalten und der Kern jedes Wesens scheint mehr und mehr hervor zu treten. Dies im Großen aber auch im Kleinen, im zwischenmenschlichen Bereich. Beobachte doch selbst mal die Menschen in Deinem Umfeld genau, Du wirst sicher auch die ein oder andere erstaunliche Erkenntnis haben. Menschen die immer schon eher negativ eingestellt waren, lassen nun plötzlich ihre Maske fallen und zeigen unverhüllt ihr wahres Gesicht und die Energien von denen sie sich bestimmen und antreiben lassen, scheinen durch ihr Handeln und Sein hindurch. Ich habe den Eindruck, dass manche Menschen anfangen ein bisschen zu „spinnen“. Es sind viele unschöne Erkenntnisse die sich da offenbaren.

Vielleicht ist dies die Zeit des Wandels, des Erkennens, des sich Bekennens zu dem wer ich wirklich bin, wer ich sein will. Welche Energien bestimmen mein Leben, welchen Strömungen erlaube ich, die Richtung für den heutigen Tag zu geben? Mir fällt es momentan besonders schwer, in meiner Mitte zu bleiben, geschweige denn, an manchen Tagen da überhaupt hinein zu finden. Es ist ein tägliches Ringen darum, welchen Energien ich erlaube meinen Alltag zu bestimmen. Ich muss in letzter Zeit oft an folgende indianische Weisheit der Cherokee Indianer mit den beiden Wölfen denken.

Die Zwei Wölfe

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt.

Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.“

Einer ist böse.
Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

Der andere ist gut.
Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte des Großvaters nach, und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der den du fütterst.“

 

Auch wenn fallende Masken für unschöne Überraschungen sorgen, das Gute daran ist, man weiß woran man wirklich ist. Plötzlich ist ein bisher gemochter Mensch, der Dir ab und an auf den Schlips getreten ist, ein richtiger Quälgeist und Du erträgst seine Nähe nicht mehr. Oder jemand der schon immer das Gute in einer Situation sehen konnte, entwickelt sich nun zu einer wahren Perle in Deinem Umfeld und Du spürst was für ein Geschenk diese Person in Wahrheit ist.
Wahrheit und Wahrhaftigkeit, das scheint mir mehr und mehr in den Vordergrund zu treten und das für beide Pole, den positiven und den negativen. Es geht darum, dass die Dinge sich verstärken und vielerorts eben zur Zeit die Maske fallen.

Ich bin gespannt, wie sich die Dinge noch weiterentwickeln in den nächsten Wochen. Wir leben in einer äußerst spannenden Zeit. Es ist wichtig, sich bewusst darüber zu sein, wovon man sich beeinflussen lässt, welchen Energien man sich hingibt und womit man sich beschäftigt oder eben auch nicht.
Ein hilfreiches Instrument ist das Beobachten Deines Umfeldes und Alltags. Versuche einen Abstand zu gewinnen, aus dem heraus Du die „Bühne“ im Auge behältst und gönne Dir immer eine kleine Verzögerung, bevor Du agierst oder reagierst. Damit kannst Du eventuell so manche Situation entschleunigen. Lass Dich von den Turbulenzen, die derzeit überall deutlich spürbar sind, nicht mitreißen. Gestalte jeden Tag so, wie es für Dich richtig erscheint und so kannst Du Dir jeden Morgen aufs Neue die Frage stellen:

„Welchen Wolf fütterst Du heute?“

 

 

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