Vergebung – Fortsetzung

Ein ausgedehntes Gespräch über das Thema Vergebung, hat mich zu neuen Gedanken und Aspekten dieser Thematik bewegt und ich möchte Dich hier daran teilhaben lassen. Ich glaube es gibt zwei Ebenen die man bearbeiten sollte, wenn man sich mit Vergebung beschäftigt.

Einerseits die Verstandesebene, aus psychologischer Sicht und die Herzebene aus spiritueller Sicht. Dazu muss ich sagen, dass heutzutage oft das Bauchgefühl mit dem Herzgefühl vermischt oder verwechselt wird und das sollte man unbedingt trennen. Das Bauchgefühl steht für Emotionen, für etwas dass Dich bewegt und alles was Du fühlst, wie wenn Du frisch verliebt bist und sozusagen Schmetterlinge im Bauch hast.

Das Herzgefühl ist etwas sehr leises, dass Du als leichtes Ziehen in der Brust wahrnehmen kannst. Wenn es um etwas positives geht, Du für etwas bereit bist, dann fühlt es sich an, als würde sich etwas in Deinem Inneren öffnen – Dein Herzchakra. Dir geht sozusagen das Herz auf. Wenn es sich um etwas negatives handelt und Du nicht bereit dafür bist, verschließt sich Dein Herzchakra und es fühlt sich an wie eine geschlossenen Faust in Deiner Brust.

Der Verstand ist beeinflusst vom allem was Du bisher gelernt und erfahren hast, es ist Dein Kopf, Dein Denken und Deine übernommenen Normen und Werte.

Ich glaube dass man zur Vergebung zuerst auf der Verstandesebene an das Erlebte herangehen muss. Mit großer Sorgfalt solltest Du darauf achten, dass Du allen Gefühlen und Gedanken genug Raum gibst. Das Du die Dinge einordnest und Wege für dich findest das Warum zu klären. Wie Dein Erlebtes geschehen könnte, was die wahre Ursache war und natürlich auch, was es mit Dir gemacht hat.

Jedes Erleben prägt dich und auch wenn es schwer ist das anzunehmen, auch schlimme Erfahrungen bringen einen Lerneffekt mit, zu dem Du vielleicht sagen kannst, dass er im Ergebnis – in der Veränderung – etwas Gutes für Dich gebracht hat. Es geht nicht darum negative Erlebnisse gut zu heißen, sondern die Veränderung die dadurch mit Dir geschehen ist zu betrachten und das Gute darin zu finden. Den rückgängig machen kannst Du keine Deiner Erlebnisse aber Du kannst Dich entscheiden Deinen Frieden damit zu machen um Deinetwillen.

Jemand der schon mal einen Autounfall erlebt hat, weiß wie sich das anfühlt. Schildert er dies jemandem, der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, wird dieser sich nicht ganz in diese Situation hineinfühlen können. Trotz empathischer Fähigkeiten ist das Einfühlungsvermögen bei manchen Dingen die man nicht selbst erlebt hat eingeschränkt. Manche Menschen sind empathischer als andere, weil sie möglicherweise mehr negative oder schlimmere Erfahrungen als andere gemacht haben.  Deshalb findet man auch in sozialen Berufen sehr häufig Menschen, die viel in ihrem Leben durchlitten haben. Diese Menschen haben durch ihre Erlebnisse ein höheres Verständnis für die Menschen, mit denen sie arbeiten. Daraus kann sich manchmal ein Helfersyndrom entwickeln. Indem man anderen Menschen hilft, versucht man eigene Verletzungen zu heilen, wieder und wieder.

Doch zurück zur Vergebung: Dieses Arbeiten auf der emotionalen Ebene mit Hilfe des Verstandes, ist in meinen Augen die Vorstufe für das Arbeiten auf spiritueller Ebene. Du musst in Dein Herz fühlen, ob Du bereit bist für den Schritt der Vergebung und wenn sich dieses Gefühl öffnet, kannst Du es wagen. Es gibt viele Techniken mit deren Hilfe du daran arbeiten kannst. Zum Beispiel durch Affirmationen, durch Methoden wie NLP (Neurolinguistisches Programmieren) oder EFT (Emotional Freedom Techniques), oder das bereits erwähnte „Friede mit Dir“ aus Bärbel Mohr’s Buch worüber ich hier berichtet habe. Manchmal ist es natürlich auch ratsam sich professionelle Hilfe zu suchen, um Dinge zu verarbeiten und meistens ist Vergebung ein Weg, eine Entwicklung die mit der Zeit voranschreitet.

Ohne den ersten Schritt ist der zweite, nämlich die spirituelle Herangehensweise in meinen Augen schädlich.Unverarbeitete Gefühle und Erlebnisse können wie Geschwüre in Deiner Seele wuchern, bis sie sich irgendwann Bahn brechen und auf sich aufmerksam machen. Dies jedoch meist mit Symptomen, deren Ursache Du erst erforschen musst.

Die Kunst der Vergebung liegt im richtigen Maß der Verhältnisse. Es ist eine Gratwanderung – nicht von einem Extrem ins nächste zu fallen. Beispielsweise von Hass in Selbstmitleid. Der goldene Mittelweg ist wie immer der beste Weg. Und wo dieser Weg bei Dir liegt, kannst nur Du alleine fühlen und herausfinden. Vertraue Dir und  Deinem Herzgefühl, du findest sicher den richtigen Weg. Geduld spielt ebenfalls eine große Rolle, denn solche Entwicklungen benötigen einfach eine gewisse Zeit.

Wenn Du Fragen hast zu diesem oder anderen Themen oder zu den Methoden kannst Du mir gerne schreiben!

 

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