Mensch, wohin gehst Du?

Ehrlich, ich glaube ich werde langsam alt und ich muss das einfach mal anmerken: Ich finde es erschreckend, wohin wir uns bewegen. Unsere Gesellschaft verändert sich, ja sie mutiert gerade zu…wir werden technisiert, katalogisiert, registriert, verwaltet, mit Nummern behaftet und zur Akte gelegt wenn wir nervig oder unbequem werden. Mit Erschrecken beobachte ich den Wandel der Zeit und was dieser versucht mit uns, den Menschen zu machen.

Woher dieser kleine gedankliche Erguss heute morgen kommt, das mag ich gerne erzählen:
Ich war so mutig oder bekloppt, mir über das Internet eine Kleinigkeit zu bestellen. Das ist an sich ja inzwischen nicht mehr ganz so abenteuerlich für mich, weil ich das schon öfter gemacht habe. Bezahlt habe ich, altmodischerweise per Rechnung. Das Päckchen kam und ich war zufrieden.
Jetzt knapp 4 Wochen später sauste eine Mahnungsmail durch das WeltWeiteWirrwar. Die 3. schon, oh Schreck. Durch Zufall im Spamordner entdeckt. Die Mahnung kam von einer dieser modernen Geldeintreiber, -verschieber, -bewahrer und -verteiler – Institutionen die man so kennen lernt, wenn man das Wagnis eingeht, übers Internet zu bestellen. Ich Dussel hatte direkt an den Händler überwiesen und diese mir eher suspekte Organisation übergangen. Das war ein Fehler. Hätte ich meine Mails genau gelesen, wäre mir das vielleicht aufgefallen. Vielleicht habe ich auch nur zuviel nachgedacht. Das Geld kann ich an den Händler überweisen, also tue ich das auch, mit dieser Institution wollte ich nichts zu tun haben. So hatte ich nun aber das zweifelhafte Vergnügen, zunächst mit dem netten Automaten am anderen Ende meiner Leitung zu sprechen und ihm eine Nummer zu nennen, damit dieses Ding mein Anliegen vorsortieren kann. Die Dame die mir dann, nach dieser unsäglichen Musikdusche aus der Warteschleife, den Sachverhalt erklärte, klang zunächst recht streng. Immerhin konnte ich die Angelegenheit regeln, indem ich ihr versprach, das Geld sofort zu überweisen. Das vorher bereits überwiesene Geld musste ich mir nun beim Händler einfordern. Seufz. Also auf zu diesem einschlägigen Portal….wo finde ich diesen Menschen? Ich klicke mich also tapfer durch den lange zurück liegenden Kaufvorgang, um Kontakt mit diesem aufzunehmen und lande auf einer Seite bei der ich verschiedene Auswahlfunktionen habe, die mein Anliegen einordnen sollten….
Mein Anliegen war aber nicht dabei. Ok, was nun? Auf zu Tante „G….“ meiner Lieblingssuchmaschine im Internet, die kann man alles fragen und erhält unfassbar viele Antworten, deren Wahrheitsgehalt ich mal dahin gestellt lasse. Ich fand jedenfalls sehr schnell den Händler und seine Telefonnummer, hurra!
Und was ich dann erlebte, besänftigte und begeisterte mich derart, dass ich hier mal so eben diese kleine Begebenheit festhalten möchte. Ein Mensch…..ich hatte am anderen Ende der Leitung einen Menschen, völlig tiefenentspannt und freundlich. Sein regionaler Akzent tat sein Übriges, um mich zu begeistern. Ich erklärte ihm was vorgefallen war, er schaute geduldig alles nach und fand den Betrag, den ich ihm überwiesen hatte. Wir besprachen, wie die ganze Geschichte nun zum guten Abschluss gebracht werden kann und ich war zufrieden und glücklich. Ein Mensch den man mal eben fragen kann „Was nun?“ Was für eine Wohltat mit jemanden zu reden der Kopf, Herz und Verstand hat, diesen auch einsetzen kann, anstelle einer leblosen Maschine, die mit Nummern versucht mein Anliegen auszusieben. Ich will keine Maschinen und ich will keine Nummer sein. Es ist widerlich, wie unsere Gesellschaft verroht und abstumpft, nur um effektiver zu werden. Das einzig tröstliche daran ist, dass diese hirn- und herzlosen Maschinen manchmal einfach nur zum Lachen doof sind. So empfinde ich es jedenfalls. Zum Glück gibt es immer irgendwo noch einen Menschen der sich kümmert und versteht. Darauf richte ich mein Augenmerk, so soll es sein und so ist es richtig. Durch diese Begebenheit heute morgen, kam mir spontan dieser Satzfetzen in den Kopf, einer dieser Schlager die in meiner Kindheit nicht an mir vorbei kamen: „Hier ist ein Mensch, der will zu Dir….“ 🙂
Ich wünsche mir von Herzen; dass wir unsere Menschlichkeit behalten und dem modernen Fortschritt, so hilfreich er auch oft ist, den Platz zuteilen der ihm gehört und das ist bei mir nicht an allererster Stelle!

 

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